Gemeinderat Ottobrunn: SPD-Antrag zur Prüfung von Verbesserungen des Fußballplatzes ohne Festlegung auf Kunstrasen

17. Juni 2019

Die SPD-Fraktion hat beantragt, zu untersuchen, ob und mit welchen Mitteln und finanziellem Aufwand der Untergrund des Fußballfeldes am Haidgraben so verbessert werden kann, dass der Platz - auch nach Schlechtwetterperioden - gefahrlos bespielt werden kann. Der Planungsauftrag soll an ein Unternehmen vergeben werden, das auch andere Möglichkeiten als einen Kunstrasenplatz fachmännisch beurteilen kann.

Zuvor hatte der 1. Bürgermeister einen Beschlussvorschlag eingebracht, der sich von vorneherein darauf festlegte, den bereits mit einer Flutlichtanlage versehenen Fußballplatz neben dem Parkfriedhof mit einem Kunstrasen auszustatten. Diesen hatte der Gemeinderat am 3. Juni 2019 mehrheitlich abgelehnt.

Der 1. Bürgermeister und die CSU halten eine Prüfung von alternativen Lösungen mit Naturrasen nicht für sinnvoll, weil nur ein Kunstrasen ganzjährig bespielbar sein könne.

Für die übrigen Fraktionen im Gemeinderat, darunter auch die der SPD, blieben dabei zuviele Fragen ungeklärt: Eine denkbare ökologisch unbedenkliche Bauart eines Kunstrasenplatzes, bei der nicht mehr regelmäßig tonnenweise Granulat nachgefüllt werden muss, wird zwar mittlerweile angeboten, ist aber noch nirgends in der Praxis erprobt. Ob der schlechte Zustand des derzeitigen Platzes durch eine Neugestaltung des Untergrundes behoben werden kann bzw. muß und dies auch für einen Kunstrasen erforderlich wäre, war bislang nicht geprüft.

Der im Juni 2019 gestellte Antrag der SPD, diese Prüfung nachzuholen, wurde im Gemeinderat bis heute nicht behandelt. Die Gemeindeverwaltung hat allerdings inzwischen - nach immerhin sieben Monaten - das Ergebnis einer Bodenuntersuchung mitgeteilt, derzufolge ein strapazierfähiger Naturrasenboden für weniger als die halben Kosten eines Kunstrasens geschaffen werden könnte. Ob hierüber noch vor der Kommunalwahl entschieden werden kann, ist offen.

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